Raumsonde Dawn nähert sich dem Planetoiden Ceres

© REUTERS/NASA

Weltall
08/26/2015

Mysteriöse Pyramide auf dem Zwergplaneten Ceres

Die Raumsonde Dawn ist nur noch 1.470 Kilometer vom Zwergplaneten Ceres entfernt.

Die Raumsonde "Dawn" liefert mit ihren Bildern neue Details von der Oberfläche des Zwergplaneten Ceres und lässt Wissenschafter rätseln. "Einiges, was wir sehen, haben wir so noch nirgendwo sonst im Sonnensystem entdeckt", erklärte Ralf Jaumann vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln. Fragen wirft beispielsweise ein pyramidenförmiger Berg auf.

Unklar sei unter anderem, woher seine hellen Streifen stammen, so die Forscher. "Dawn" sei mittlerweile nur noch 1.470 Kilometer von der Oberfläche von Ceres entfernt, erklärte das DLR. Damit ist die Raumsonde nun deutlich näher an dem Zwergplaneten dran, als noch im vorhergehenden Beobachtungsorbit von 4.400 Kilometern. Die Bilder zeigen daher neue Details. Die Mission steht unter Leitung der US-Weltraumbehörde NASA.

Im Jahr 2007 machte sich Raumsonde Dawn auf die Reise, um zunächst den Asteroiden Vesta und danach den Zwergplanten Ceres zu erforschen. Vor allem Ceres erscheint den Wissenschafltern interessant. „Der Zwergplanet war in seiner Geschichte nicht immer nur ein inerter Steinbrocken“, erläuterte Christopher Russell von der Universität Kalifornien (USA). Aktive Prozesse hätten Ceres geformt und dazu geführt, dass er in unterschiedlichen Regionen aus verschiedenen Materialien besteht.

Nein, die alten Ägypter bauten keine Pyramiden auf dem Mars

Verschwörungstheoretiker wollen in der fast vollendeten Perfektion des "Gebäudes" einen Beweis sehen, dass nur Lebewesen die Pyramide auf dem Mars gebaut haben können. Irrtum, sagt dagegen Christian Köberl. Der Direktor des Naturhistorischen Museums Wien ist auch Geologe und Spezialist für außerirdische Gesteinsformationen: "Das ist ein ganz normaler Basalt, denn diese Steine brechen oft in annähernd geometrischen Formen. Würde man auf der Erde in der Nähe von Vulkanen viele Steine fotografieren, fände man sicher auch etwas, das so ähnlich aussieht. Die geometrischen Oberflächen sind durch die Mineralstruktur vordefiniert. Eine ganz natürliche Formation."

Die NASA-Sonde Curiosity (Neugierde) war am 6. August 2012 mit einem gewagten Manöver im Gale-Krater am Fuße des Mount Sharp auf dem Mars gelandet. Seit damals sendet der Roboter eifrig Bilder. Die Missionsdauer ist auf ein Marsjahr ausgelegt, das entspricht 98 irdischen Wochen. Curiosity soll herausfinden, ob es auf dem Mars jemals Gebiete gegeben hat, in denen Leben hätte existieren können, oder in denen heute Leben existieren kann.

Köberl ist überzeugt, dass das aktuell gesendete Foto sicher nichts beweist: "Wenn man sich das Bild anschaut, sieht man ganz deutlich, dass das ein ganz normales Streufeld aus verschiedenen Gesteinen ist, das an einem Krater-Abhang hängt." Viele Zeitungen hätten die Pyramide heran gezoomt und aus dem Kontext gerissen. "Wenn man das macht, schaut es natürlich nach etwas anderem aus."
Die Formation soll – Medienberichten zufolge – in etwa so groß wie ein Auto sein. Köberl glaubt das nicht: "Das Objekt sieht auf dem Foto etwa Fußball groß aus – ein typischer, stinknormaler Basaltblock."

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