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Leben
08/07/2019

Coca-Cola Werbung mit Homosexuellen sorgt für Aufregung in Ungarn

Der Getränkehersteller wirbt mit homosexuellen Paaren. Politiker in Ungarn rufen deswegen zum Boykott von Coca Cola auf.

"Love is Love" nennt sich die neue Kampagne von Getränkeriese Coca Cola. Unter anderem sind auf neuen Werbebildern auch zwei Männer zu sehen, die sich umarmen und Frauen, die sich beinahe küssen. Kurz vor dem bekannten Sziget Festival in Budapest launchte der Limonadenhersteller die Fotos mit dem Slogan "Kein Zucker, keine Vorurteile".

Schon seit Monaten setzt sich Coca Cola offen gegen Homophobie, Transphobie und Biphobie ein - etwa auch auf der Regenbogenparade in Wien am 15. Juni.

Was in vielen Ländern positiv aufgenommen wurde, sorgt im konservativ regierten Ungarn auf Aufregung.

Aufruf zum Boykott

Das Bild mit den schwulen und lesbischen Paaren, die in ganz Budapest hängen, will István Boldog, Mitglied der regierenden Fidesz-Partei, sogar entfernen lassen. Er ruft zum Boykott der Marken-Limo auf. Boldog gehört der gleichen Partei an wie der ungarische Premierminister Victor Orbán, der die gleichgeschlechtliche Ehe im Land nicht legalisieren will.

Online-Petition gegen Werbebilder von Coca Cola

Eine Petition, die sich für die Entfernung der Webebilder ausspricht, hat derzeit 50.000 Unterstützer. Die Urheber dieser Aktion warnen laut CNN: "Wenn die ungarische Gesellschaft das akzeptiert, werden sie weitere Schritte wagen. Poster, Werbespots, Filme, Regenbogenprodukte. Und irgendwann wird es nicht mehr aufzuhalten sein."

Indes hat sich auch der Getränkehersteller zu der Aufregung geäußert: "Coca Cola strebt nach Vielfalt, Integration und Gleichberechtigung in unserer Branche, und wir unterstützen diese Rechte auch in der Gesellschaft. Als langjähriger Unterstützer der LGBTQI-Community glauben wir, dass jeder das Recht hat, die Person zu lieben, die er wählt. Die derzeit in Ungarn laufende Kampagne spiegelt diese Werte wider."