Leben
25.04.2018

China: Schwangere stellt Kind absichtlich ein Bein

Der vierjährige Bub erlitt eine Gehirnerschütterung, weil ihn die Frau absichtlich zu Fall brachte.

Wären die Szenen nicht auf Video festgehalten worden, würde man nicht glauben, was sich kürzlich in China zutrug: Ein Bub rast durch einen mit Plastikvorhängen abgedeckten Eingang eines Schnellrestaurants. Wenige Sekunden später hopst er wieder in Richtung Ausgang zurück. Kurz bevor er das Lokal verlässt, fällt er.

Fiese Aktion

Was auf den ersten Blick schwer zu erkennen ist, offenbart sich bei genauerem Hinsehen: Dem Kind wurde von einer essenden Kundin ein Bein gestellt. Auslöser für die fiese Aktion war offenbar, dass der Bub beim Hineinflitzen den Plastikvorhang mit derartig viel Schwung aufschlug, dass er der Dame ins Gesicht klatschte. Daraufhin verschüttete sie Teile ihres Essens.

Der Vierjährige landete auf dem Bauch, im Krankenhaus wurde eine Gehirnerschütterung diagnostiziert, berichtet die Washington Post unter Berufung auf lokale Medien. Bei dem Buben handle es sich um das Kind der Besitzer des Schnellrestaurants, heißt es zudem.

Nachdem der Bub seiner Mutter erzählte, wie er zu Fall gekommen sei, sichtete diese die Bänder der Überwachungskameras. Dann alarmierte sie die Polizei. "Zuerst dachte ich, dass mein Sohn von selbst gefallen sei, aber später sagte er mir, dass eine Frau ihm ein Bein gestellt hätte, was andere Kunden im Restaurant auch bestätigten", sagte die Mutter im Interview mit China Youth Daily. Sie habe dann die Aufnahmen der Kameras gecheckt und sei "wütend" geworden. Nachdem die Täterin ausfindig gemacht wurde, entschuldigte sich diese bei der Familie und bot an, die Kosten für die Behandlung des Buben zu übernehmen. Von der Polizei wurde ihr eine Strafzahlung von 158 Dollar (130 Euro) aufgebrummt.

Viral auf Weibo

Bewegtbilder des Vorfalls, der sich in der chinesischen Provinz Shaanxi ereignete, verbreiten sich derzeit viral im Internet. Allein auf Weibo, dem chinesischen Äquivalent zu Twitter, wurde das Video bisher über 70.000 Mal geteilt. User kritisieren auf dem sozialen Netzwerk das Verhalten der Frau scharf. "Ich denke, die schwangere Frau hat überreagiert. Das Kind ist noch jung und unumsichtig. Man kann ihn schimpfen, aber man kann ihn nicht attackieren. Er trägt Essstäbchen in seinen Händen – was, wenn er sich wirklich weh getan hätte?", schreibt ein User. Und richtet einen Appell an die Esserin: "Sie sind erwachsen – schämen Sie sich!"