"Blutregen" kündigt sich in Österreich an

Eine Staubwolke voller Sahara-Sand ist auf dem Weg nach Europa.
Ein roter Tropfen fällt in eine Flüssigkeit und erzeugt konzentrische Wellen.

Ein Tief über dem Mittelmeer wird dieses Wochenende Österreich erreichen und für Niederschlag sorgen. Es handelt sich dabei laut Prognosen aber nicht um gewöhnliche Regenfälle. Denn auf seinem Weg nach Europa hat sich das Tief mit Sahara-Staub angereichert, der nun durch den Regen ausgewaschen wird, berichtet wetter.net. Dadurch färbt sich das Wasser gelblich bis rötlich. Das Phänomen wird " Blutregen" genannt und taucht immer dann auf, wenn aufgrund der Wetterlage Sahara-Staub über die nordafrikanische Wüste nach Europa kommt.

Unterschiedliche Prognosen

Bereits am Freitag könnten erste Tropfen in Österreich vom Himmel fallen, es gibt aber unterschiedliche Prognosen zur Bahn des Mittelmeer-Tiefs. Die größten Staubmengen in der Atmosphäre sollen auf dem Balkan und Süddeutschland zu finden sein. Der Begriff " Blutregen" wird bereits seit dem Mittelalter verwendet, damals wurde das Phänomen als "Vorbote eines Krieges" gedeutet.


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Autofahrer sollten bei "Blutregen" aufpassen, denn die Sicht beim Fahren kann durch die feinen Körner beeinträchtigt sein. Außerdem können sie den Lack leicht zerkratzen, wenn man unmittelbar danach das Auto mit einem Tuch putzt. Das gleiche gilt beim Fensterputzen.

Doch der bevorstehende Regen hat auch eine gute Seite: Die Pollenbelastung wird wieder geringer und Allergiker können endlich wieder durchatmen.

Saharastaub am Weg nach Europa

Eine Animation des spanischen Meteorologie-Dienstes Barcelona Dust Forecast Center zeigt, wie sich der feine Sahara-Staub seit Mittwoch von Afrika Richtung Europa bewegt.

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