Wo Flächenversiegelung Kunst ist: Belvedere zeigt Großformate

Wo Flächenversiegelung Kunst ist: Belvedere zeigt Großformate
Für die Schau „Kolossal“ wurden spektakuläre Bilder aus den Depots geholt. Bei der kuratorischen Aufbereitung gäbe es mehr herauszuholen

Als „immersive Erlebnisse“ werden seit ein paar Jahren Kunstwerke als Multimediashows aufbereitet, mit erstaunlichem kommerziellem Erfolg. Die Vermutung, dass das Belvedere mit seiner neuen Ausstellung an diesen Trend anschließen oder ihm etwas entgegensetzen wollte, weist Direktorin Stella Rollig aber von sich: „Immersiv – wir benützen dieses Wort eigentlich nicht“, sagt sie.

Mehr dazu: Wenn ein Gemälde nicht mehr reicht - der Boom "immersiver" Kunst

Es ist freilich nicht so, dass das Museum nichts vorzuweisen hätte, wenn es um Bilder geht, die ihre Betrachter sinnlich einhüllen und dabei auch Grenzen des gewöhnlichen, brav gerahmten Gemäldes überschreiten. Die Schau „Kolossal“ (bis 27. 8.) im Unteren Belvedere ist als Best-of-Parade dessen gedacht, was die Sammlung des für österreichische Kunst zuständigen Bundesmuseums dahingehend hergibt – aus allen Epochen, vom Barock bis heute.

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