Ukraine-Krieg bringt Kunstschaffende und Mäzene in Zwiespalt

Ukraine-Krieg bringt Kunstschaffende und Mäzene in Zwiespalt
Auch russische Akteure sprechen sich gegen die Aggression aus. An Verflechtungen zwischen Macht, Geld und Kultur können sie meist wenig ändern

„Es gibt keinen Platz für Kunst, wenn Zivilisten im Feuer von Raketen sterben“, hieß es in dem Facebook-Post. Und weiter: „Als in Russland geborene Künstler werden wir unsere Arbeit nicht bei der Biennale Venedig zeigen.“

Geschrieben hatten das Statement – das am Freitag schon nicht mehr abrufbar war – Aleksandra Sukhareva und Kirill Savchenkov. Sie hätten den russischen Pavillon bei der diesjährigen Venedig-Biennale bespielen sollen. Auch der zuständige Kurator, der aus Litauen stammende Raimundas Malašauskas, legte seine Funktion zurück. Der Pavillon wird beim Kunstfestival heuer leer bleiben.

Die couragierte Wortmeldung kann allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Strukturen, die Russlands Repräsentation im liberal-weltoffenen Licht der zeitgenössischen Kunstszene tragen, oft sehr nah an der Elite im Umfeld Putins gebaut sind.

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