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„Manche mögen's heiß“ auf der Rosenburg: Gelungene Hommage

„Sugar – Manche mögen’s heiß“ auf der Rosenburg landet mit einem klassischen Hollywoodstoff einen Volltreffer.
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Das Finale von Billy Wilders Filmkomödie „Manche mögen’s heiß“ gehört wahrscheinlich neben der aus „Vom Winde verweht“ zu den bekanntesten Schlussszenen, die jemals entstanden sind. Zur Erinnerung: Marilyn Monroe, Tony Curtis und Jack Lemmon alias Sugar, Josephine und Daphne sitzen im Boot eines Millionärs. Der will Daphne um jeden Preis heiraten. Als diese sich als Mann zu erkennen gibt, kommentiert der Millionär in Gestalt von Joe E. Brown das lächelnd mit dem Satz: „Nobody is perfect“.

Diese vier Charismatiker aus der Traumfabrik demonstrierten allein mit dieser Szene, warum man heute von der Goldenen Ära in Hollywood spricht. So etwas aber auf die Bühne zu bringen, ist mehr als gewagt.

Nina Blum hat sich getraut, die Geschichte in David Gerricks Musical-Fassung als „Sommernachtskomödie“ auf der Rosenburg zu zeigen und landete einen Volltreffer. 

Wie auch in den vergangenen Jahren inszenierte Marcus Ganser in der Arena vor der Burg. Die Bühne hat er klug mit eingelassenen Abgängen gestaltet, wo das Ensemble abtauchen kann. Betten heben und senken sich aus dem Boden. Mit wenigen Leisten verwandelt sich die Bühne in einen Zug oder eine Jacht. Die einfachen Umstellungen sind ideal für die für die Geschichte der beiden mittellosen Musiker Joe und Jerry.

Die Filmszenen lassen einfach nachstellen. Ein Oldtimer-Modell reicht für die Szene in der Garage, wo die Joe und Jerry im Chicago zur Zeit der Prohibition unschuldig Zeugen einer Gangsterfehde werden. 

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Die beiden finden Zuflucht in einer Frauenband, wo sie auf die wasserstoffblonde Ukulele-Spielerin Sugar treffen. Ihr bester Freund ist der mit Whiskey gefüllte Flachmann. Alles ist genau wie im Film.

Keine Kopie

Dass diese Komödie so gut auf der Bühne funktioniert, liegt vor allem am Ensemble. Lola Witzmann sieht Marylin Monroe zwar ähnlich, zeigt aber keine Kopie, sondern ihre eigene Version, die wie eine Hommage an die Hollywood-Ikone anlässlich deren 100. Geburtstags wirkt. Ähnliches lässt sich von Okan Cömert in Tony Curtis’ Rolle behaupten. Daniel Kerbele ergänzt sehr gut als Jerry. Johannes Terne glänzt als Millionär. Die kleineren Rollen und die Frauenband sind ausgezeichnet besetzt. Zurecht viele Bravos.

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