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„Nymph“ bei ImPulsTanz: Träume vom Paradies

Taous Bertrands „Nymph“ im WUK.
Tänzerin in dramatischem Licht auf einem Tisch, den Blick zur Seite gewandt.

von Silvia Kargl

Mit „Nymph“ von Taous Bertrand startete am Samstag im WUK die [8:tension]-Serie von ImPulsTanz, die innerhalb des Festivals seit nunmehr 25 Jahren Stücke einer neuen Choreografen-Generation an verschiedenen Schauplätzen vorstellt. Unter der künstlerischen Leitung von Breanna O’Mara und Chris Haring ist [8:tension] weiterhin mehr als ein Nebenschauplatz der großen Performance-Schiene, sind sie doch als Talente-Scouts erfolgreich unterwegs und sorgen mit ihrer Auswahl von zwölf internationalen Choreografinnen und Choreografen für einen wichtigen Blick auf neue Entwicklungen in der so vielseitigen Tanz-Szene.

Ein zentrales Thema ist dieses Jahr Transformation. Dafür steht auch Bertrands Solo „Nymph“, das mit der Suche nach einer eigenen Sprache und beredten Hand- und Armbewegungen vielversprechend beginnt.

Bertrand taucht in eine künstliche Welt ein, die im Halbdunkel bleibt. Sie befasst sich mit der Frage nach dem Schönheitsideal aus der Sicht der Außen- und Innenwelt. Sie wechselt zwischen langsamen, grazil getanzten Szenen und akrobatischen Elementen. Mit der mythischen Nymphen-Figur ist sie seit Jahren vertraut, und so legt sie der Nymphe auch fluide Sprachfetzen in den Mund, beschreibt ein utopisches Paradies. Ein Video zeigt dazu die Geburt der Kunstfigur, kunstvoll schlüpft ein maskenhaftes Gesicht aus einem Ei. Den vielen interessanten, expressiv getanzten Sequenzen fehlt noch ein Bogen, der sie zu einem Ganzen zusammenfügt.

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