Kultur 17.05.2018

Stiftungsrat: Steger fuhr schlechtestes Votum aller Zeiten ein

Vorgänger und Nachfolger: Hoscher (l.) kam bis heute auf die meisten Gegenstimmen, Steger stellte diesen Negativrekord ein. © Bild: APA/HERBERT NEUBAUER / HERBERT NEUBAUER

Noch nie hatte ein Stiftungsratsvorsitzender soviele Gegenstimmen wie der neue blaue Oberaufseher im ORF.

Der Gegenwind, den Norbert Steger im Vorfeld seiner geplanten Wahl zum Stiftungsratschef erzeugt hat, wirkte offenbar am Donnerstag nach. Mit neun Gegenstimmen fuhr der erste blaue Oberaufseher für den ORF das schlechteste Ergebnis aller Stiftungsratsvorsitzenden ein. Die Wahl erfolgt im 35-köpfigen Gremium, das aus seiner Mitte den oder die Vorsitzende(n) wählt.

Der erste Vorsitzende des ORF-Gremiums im Jahr 2001 war der Haider-Vertraute Klaus Pekarek, der einstimmig gewählt wurde (es gab eine Enthaltung, die er selbst vornahm). Seine Wiederwahl im Jahr 2006 lief nicht mehr ganz so rund: Von 35 Räten enthielten sich ganze 13. Gegenstimme gab es allerdings keine.

Die rote Brigitte Kulovits-Rupp folgte am 22. April 2010 auf Pekarek. Sie kam auf eine Gegenstimme (Norbert Steger) und drei Enthaltungen. Ihr (ebenfalls roter) Nachfolger war Dietmar Hoscher. Er wurde am 7. Mai 2014 gewählt und fuhr damals das bis heute schlechteste Ergebnis mit drei Gegenstimmen ein. Drei Räte enthielten sich damals.

( kurier.at , pwi ) Erstellt am 17.05.2018