Die "Mandalorian“-Serie als "Star Wars X": Mein Papa erledigt sie alle
"Lange gewartet ich habe": Pedro Pascal als Madalorian und sein „Baby Yoda“ Grogu.
Sieben Jahre ist es her seit dem letzten „Star Wars“-Abenteuer „Der Aufstieg Skywalkers“, das zugleich den Abschluss der Skywalker-Saga markierte. Ein Riesenspektakel mit Starbesetzung (Carrie Fisher, Mark Hamill, Adam Driver), das natürlich nicht das Ende von „Star Wars“ sein konnte. Also entwickelten George Lucas und die Disney-Studioleute ein Spin-off – eine Serie für den hauseigenen Streamingkanal Disney+, „The Mandalorian“. Pedro Pascal räumt darin als titelgebender mandalorianischer Kopfgeldjäger Din Djarin alle Bösewichte der Galaxien aus dem Weg. Ihm zur Seite steht Baby Grogu, das putzig und harmlos aussieht, aber durchaus schlagkräftig sein kann. Der grüne „Baby Yoda“ mit den knautschigen Falten mutierte rasch zum Publikumsliebling, die Serie wurde ein großer Erfolg. Was lag also näher, als auf der Serie aufbauend einen neuen „Star Wars“-Kinofilm zu inszenieren?
Schlagkräftiges Duo
Das ungewöhnliche Ziehvater-Sohn-Gespann darf also nun auf der großen Leinwand seine Kämpfe mit allerlei intergalaktischen Bösewichten ausfechten. Der Mandalorianer und Grogu erhalten von den Spitzen der Neuen Republik den Auftrag, den Sohn des legendären Jabba the Hut, Rotta, zu retten. Ein überdimensionaler, dicker Wurm, der unter seiner dicken Haut ein weiches Herz trägt. Rotta will nicht zurück zu seinen zwei bösen Onkeln. Lieber trägt er Schaukämpfe mit Monstern diverser Stern-Provenienz aus und füttert Baby Grogu mit blauen Glibberfischchen.
Aber es nützt nichts, natürlich gewinnen die Bösen (vorübergehend) die Oberhand und sowohl Rotta (großartig unter der XXL-Maske: Jeremy Allen White) als auch der Mandalorianer werden von den Hutts Truppen gefangen genommen. Während Rotta Stromstöße bekommt, wird Din in ein Becken mit riesigen Schlangen geworfen. Die größte, die Drachenschlange, beißt ihn – und er droht am Gift in seiner Wunde zu sterben. Doch Grogu rettet ihn mit einer Kräuterpaste und viel Zureden – mein Gott, ist das schön, wie sich der Kleine an den kranken Papa kuschelt.
Viel Emotion
Natürlich sind auch bei Jon Favreaus Regie die epischen Kampfszenen, die „Star Wars“ von Anfang an geprägt haben, bombastisch und beeindruckend, aber das Neue ist, dass der Held und sein Adlatus plötzlich so menschlich daherkommen und Gefühle zeigen dürfen. Gemeinsam bestehen die beiden alle Prüfungen und trotzen jedem Feind. Auch Sigourney Weaver, die wieder die Oberkommandantin der Guten spielt, kann zufrieden sein mit ihren Schützlingen.
Insgesamt ist Episode X wohl nichts wirklich Neues und Überraschendes für die Hardcore-„Mandalorian“-Fans, aber das Comeback im Kino scheint gut gelungen: Beste Unterhaltung mit viel Emotion. Ein Fan im Internet bringt es auf den Punkt: „Lange gewartet ich habe.“
INFO: USA 2026. 132 Min. Von Jon Favreau. Mit Pedro Pascal, Sigourney Weaver.
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