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Kultur
09/03/2020

Reinhold Bilgeri: "Arschwackeln hält jung"

Sänger, Filmregisseur und Schriftsteller aus Vorarlberg besuchte das Pop-up-Stadtstudio des KURIER im „Pods & Bowls“. Am Freitag live in Wien.

von Guido Tartarotti

Ich freue mich riesig“, sagt Reinhold Bilgeri. Grund der Freude: Endlich kann er sein wegen Corona verschobenes Geburtstags-Konzert spielen: Freitag (4. September), 20 Uhr, Orpheum Wien. Bilgeri appelliert an seine Fans, zu kommen: „Lasst die Angst aus euren Herzen raus und denkt’s an den Rock ‚n‘ Roll!“

Am Tag vor dem Auftritt besuchte der Sänger, Filmregisseur und Schriftsteller aus Vorarlberg das Pop-up-Stadtstudio des KURIER im „Pods & Bowls“ (Mariahilfer Straße 10) und erzählte, wie er den Lockdown überstanden hat: „Ich bin eh immer in Quarantäne daheim und schreibe Songs, Drehbücher und Romane.“ Eine neue Erzählung ist im Entstehen – sie thematisiert Corona.

Am 26. März wurde Bilgeri 70 Jahre alt (was man ihm nicht ansieht, er schaut höchstens aus wie 68…). „Ich kann noch mit dem Arsch wackeln“, sagte er damals.

Und wie geht es heute mit dem Wackeln? Klappt es noch? Bilgeri: „Ja, es geht… Ich habe ja Riesenvorbilder, den Mick Jagger, den Keith Richards, und die tun auch immer noch wackeln, und zwar knackig.“ Hält das Arschwackeln jung? „Absolut! Überhaupt die ganze Rock ‚n‘ Roll-Kiste.“

Im Interview – zu sehen in der Sendung „Warum eigentlich“ auf schauTV (Donnerstag, 21.30 Uhr) – spricht Bilgeri über seine Liebe zum Heavy Metal und Punk, seine Pläne für ein Blues-Album, sein Verhältnis zu Wien, „sexuelle Outings“ und sein Entsetzen über den plötzlichen Boom der Verschwörungstheorien: „Jeder Wixer, jeder Volltrottel und jeder Ungebildete kann jetzt aufstehen und gegen Maßnahmen protestieren, die uns alle schützen sollen. Das ist absurd.“

Dass der selbst hoch Gebildete und enorm belesene Bilgeri zeitweise als Schlager-Onkel abgestempelt wurde, hat ihn getroffen, gibt er zu: „Aber ich war ja selber schuld. Ich wollte ein Popstar sein. Und um zu überleben, habe ich mich an die Peripherie des eigenen Geschmacks begeben.“

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