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"Quadra 16" bei den Festwochen: Über das Leid einer Mutter

In „Quadra 16“ erzählt Schauspielerin Cris Moreira von ihrem kurz nach der Geburt verstorbenen Sohn.
Eine Person sitzt im Schneidersitz auf grünem Boden und hält einen roten Ballon, im Hintergrund steht ein Blumentopf.

Silvia Kargl

Mut beweist die brasilianische Schauspielerin Cris Moreira bei ihrem Österreich-Debüt im Rahmen der Wiener Festwochen im Theater Nestroyhof Hamakom. In „Quadra 16“ bringt sie ihre persönlichen Erlebnisse, Erfahrungen und vor allem ihr Leid nach dem Tod ihres zwei Tage nach der Geburt verstorbenen Sohnes Francisco auf die Bühne.

Kindergrab

„Quadra 16“ bezeichnet jenen Teil des „Friedhofs der Sehnsucht“ in Belo Horizonte, in dem Kinder bestattet werden. Die Performance geht über reines Dokumentartheater hinaus und berührt durch Authentizität. Moreira schwankt in ihren Erinnerungen an die Zwillingsschwangerschaft zwischen der Freude über den überlebenden Sohn João und dem Schicksal von dessen Bruder. Sie thematisiert auch die Leere nach dem Tod und die hilflosen Reaktionen der Gesellschaft. 

Selten öffentlich

Mit Symbolen wie Orangen, die für den Kopf des verstorbenen Kindes stehen, und der Einladung zur Teilung eines Geburtstagskuchens wendet sie sich vorwiegend an Frauen im Publikum. Die Performance schafft in ihrer Offenheit einen Brückenschlag zu menschlichen Schicksalen, die selten Platz in der Öffentlichkeit bekommen.

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