Nur drei Frauen wollen den Job von MAK-Direktorin Lilli Hollein

Kulturminister Andreas Babler hat in den nächsten zwei Monaten gleich mehrere wichtige Personalentscheidungen zu treffen.
MAK-Direktorin Lilli Hollein

Vizekanzler und Kulturminister Andreas Babler (SPÖ) darf in die nächsten Wochen zukunftsweisende Entscheidungen fällen: Noch im März will er bekanntgeben, wer auf Johanna Rachinger folgt, die aufgrund eines schweren Unfalls im Sommer 2025 als Generaldirektorin der Nationalbibliothek abberufen werden musste.

Im März wird zudem die neue Doppelgeschäftsführung für die Österreichische Galerie Belvedere vorgestellt: Direktorin Stella Rollig verzichtete, wie berichtet, auf eine Verlängerung ihres heuer auslaufenden Vertrags; Wolfgang Bergmann hingegen, der kaufmännische Geschäftsführer, möchte weitermachen.

Für April peilt Babler die Entscheidung an, ob Lilli Hollein als Direktorin des MAK weitermachen darf oder nicht. Bis 16. Februar konnte man sein Interesse an der wissenschaftlichen Geschäftsführung des Museums für angewandte Kunst kundtun, es gibt – höchst erstaunlich – lediglich drei Gegenkandidatinnen: ausschließlich von Frauen aus Österreich. Man dürfte wohl der Meinung sein, dass Lilli Hollein ohnedies im Amt bestätigt wird.

Gesucht wird bekanntlich auch eine neue kaufmännische Geschäftsführung für das Museum moderner Kunst (Mumok), weil Claudia Lamprechter nach Niederösterreich wechselt – und mit September die Leitung der NÖKU übernimmt. Für diesen Job gingen im Kulturministerium 27 Bewerbungen ein: von 13 Männer und 14 Frauen, 19 aus dem Inland, 8 aus dem Ausland.

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