For Forest art installation in Klagenfurt

© EPA / CHRISTIAN BRUNA

Kultur
02/24/2020

Nachspielzeit zum Stadion-Wald: Littmann will 39.000 Euro

Der Initiator von "For Forest" klagt einstigen Geschäftspartner, dieser hat Gegenforderungen. Die erste Verhandlung wurde vertagt

Die Kunstinstallation „For Forest“ ist seit Oktober 2019 zwar aus dem Klagenfurter Fußballstadion verschwunden, sorgt aber weiterhin für Diskussionen. Dabei geht es um Geld, und zwar um viel Geld: Initiator Klaus Littmann hat seinen ehemaligen Geschäftspartner Herbert Waldner geklagt, er fordert 39.000 Euro ein. Ein erster Verhandlungstermin am Landesgericht Klagenfurt wurde am Montag vertagt.

Littmann respektive die Littmann Kunstvermittlungs GmbH, fordert ausständige Zahlungen für November und Dezember 2019 ein, wie sein Anwalt Gernot Murko vor Richter Christof Pollak erklärte. Beklagte Partei ist die „For Forest Forever GmbH“, deren Geschäftsführer der Bauunternehmer Herbert Waldner ist. Dessen Rechtsanwalt Martin Mutz erklärte, die Gesellschaft erhebe Gegenforderungen an Littmann wegen diverser Überschreitungen des Budgets. Dies umfasse Agenturkosten ebenso wie Social-Media-Aktivitäten, aber auch den Auftritt des Burgtheaters im Stadion. Insgesamt habe Littmann 63.000 Euro an Geldern freigegeben, die vom Budget nicht gedeckt gewesen seien, die wolle man zurück.
 

Auch jene 45.000 Euro, welche die Stadt Klagenfurt an Littmanns Firma für die Gestaltung mehrerer Ausstellungen bezahlt hat, sind laut Mutz zu Unrecht an Littmann geflossen. Richter Pollak meinte, diese Kompensationsforderungen würden sich gegen Littmann persönlich richten, klagende Partei sei aber dessen GmbH. Eine Aufrechnung sei daher wohl nicht möglich. Zudem bezweifelte der Richter, dass Littmann die vorgeworfenen Gelder freigegeben haben kann, immerhin war zu dem Zeitpunkt Waldner bereits alleinbefugter Geschäftsführer.

Auf die Frage des Richters, ob ein Vergleich möglich sei, zeigten beide Anwälte wenig Bereitschaft. Insgesamt, so rechnete Murko vor, betrügen die Forderungen Littmanns nämlich 340.000 Euro, die 39.000 Euro seien nur ein Teilbetrag. Er hoffe natürlich auf eine Einigung, doch werde die „hier und heute“ nicht erzielbar sein. Auch Mutz will eine Einigung nicht ausschließen, es müssten aber noch eingereichte Rechnungen auf ihre Richtigkeit überprüft werden. Außerdem müssten die Gegenforderungen berücksichtigt werden.

Der Richter vertagte die Verhandlung auf den 19. Mai. Dann sollen Littmann und Waldner, die am Montag beide nicht bei der Verhandlung waren, vernommen werden. Als Zeugen beantragt wurden auch Burgtheaterdirektor Martin Kusej und der Musiker Oliver Welter. Sie sollen zu Kostenüberschreitungen bei ihren Projekten befragt werden.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.