© Stephan Boroviczeny KURIER

Barcelona
08/18/2013

Nach Rechtsstreit: Kunstschatz spurlos verschwunden

Rund 500 Kunstwerke, darunter Bilder von Goya und El Greco, sollen in Barcelona verloren gegangen sein.

In Barcelona ist nach Informationen der Zeitung El Pa√≠s eine Kunstsammlung von unsch√§tzbarem Wert spurlos verschwunden. Wie das angesehene spanische Blatt am Sonntag berichtete, geh√∂ren dazu auch Werke von Meistern wie Francisco de Goya oder El Greco, die sich in einem Palais in der katalanischen Metropole befunden hatten. Das Geb√§ude war von seinem fr√ľheren Besitzer, dem Multimillion√§r Julio Munoz Ramonet, der Stadt Barcelona vermacht worden.

Der Unternehmer, der eine der bedeutendsten privaten Kunstkollektionen in Spanien besessen hatte, war 1991 in der Schweiz gestorben. Seine vier T√∂chter lie√üen das Testament anfechten. Nach einem 17-j√§hrigen Rechtsstreit bekam Barcelona 2012 das Palais und die Kunstsammlung vom obersten spanischen Gerichtshof zugesprochen. Vor knapp einem Monat wurden der Stadtverwaltung offiziell die Schl√ľssel zu dem Geb√§ude ausgeh√§ndigt.

Rund 500 Werke verschwunden?

Unter Berufung auf Beh√∂rdenkreise berichtete El Pa√≠s, von den etwa 500 Werken, die sich in dem Palais befunden haben sollen, seien die bedeutendsten verschwunden. Die Zeitung √§u√üerte die Vermutung, dass die T√∂chter des Unternehmers die Bilder in den vergangenen Jahren w√§hrend des Rechtsstreits abtransportieren lie√üen. Die Stadtverwaltung wollte sich dazu bisher nicht √§u√üern. Sie k√ľndigte an, zun√§chst eine Bestandsaufnahme der Gegenst√§nde in dem Palais vornehmen zu lassen.

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