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Kultur Medien
04/17/2019

Nach ORF-Zensur legen maschek mit neuem Video nach

Aktueller Sketch der "Drüber-Reder" beschäftigt sich mit dem Streisand-Effekt. Und "rechtlichen Gründen".

von Philipp Wilhelmer

Vergangene Woche nahm der ORF ein Video der Comedians maschek aus dem Netz, weil darin Heinz-Christian Strache als früherer Neonazi bezeichnet wurde. Nachdem über die Passage mit ein "Biep!" gelegt wurde, ging der Film wieder online. Der ORF schaffte es damit - beabsichtigt oder nicht - das Video zum breiten Gesprächsthema zu machen. Im Fachjargon spricht man vom "Streisand-Effekt": Dieser beschreibt das Phänomen, wonach der Versuch, eine unliebsame Information zu unterdrücken oder entfernen zu lassen, öffentliche Aufmerksamkeit nach sich zieht und dadurch das Gegenteil erreicht wird.

"Streisand-Effekt"

maschek waren am Dienstagabend wieder in "Willkommen Österreich" zu sehen. Darin platzierten sie einen subtilen Protest und nannten den Sketch "Der Streisand-Effekt".

Hier der aktuelle maschek-Sketch:

Schneckerl beichtet

Protagonist des Sketches ist Herbert Prohaska, der ein Geheimnis mit sich herumträgt: Er kann Barbra Streisand nicht hören, ohne zu weinen. Das beichtet er Mirjam Weichselbraun bei einem gemeinsamen Austausch über ihre Jugendsünden (eine Referenz auf Straches Vergangenheit). Dabei bittet er sie, das ja nicht weiterzuerzählen, was sie natürlich tut - am Ende weiß die ganze Welt Bescheid. Was Weichselbrauns Jugendsünde ist? "Dieser Teil darf aus rechtlichen Gründen nicht gezeigt werden", wird eingeblendet - ein Verweis auf die "rechtlichen Bedenken" des ORF.