Armie Hammer soll Rolle in umstrittenem Comeback-Thriller bereuen
US-Schauspieler Armie Hammer soll einem Medienbericht zufolge unglücklich über seine Rolle im umstrittenen Selbstjustiz-Thriller „Citizen Vigilante“ sein. Mit dem Film wollte der 39-Jährige ins Filmbusiness zurückkehren, nachdem seine Karriere aufgrund von Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs und Kannibalismus vorerst beendet war. (Hammer gestand emotional missbräuchliches Verhalten, wies aber andere Vorwürfe zurück.)
In „Citizen Vigilante“ spielt Hammer einen US-Amerikaner, der in Europa Jagd auf straffällig gewordene Immigranten macht und u. a. eine syrische Familie tötet. Der Film hat in Deutschland keine Freigabe der FSK bekommen, was etwa bei besonders brutalen Darstellungen der Fall ist. Einen regulären Kinostart gab es nicht.
Der kontroverse Regisseur Uwe Boll hat sich daraufhin öffentlich an Elon Musk gewandt, der „Citizen Vigilante“ auf seiner Plattform X beworben hat. Das hat dem Film zu einem großen Publikum verholfen und für Jubel von Rechtsaußen gesorgt. Die Süddeutsche Zeitung bezeichnete den Film als „rechtsextremen Blockbuster“, der Guardian beschrieb ihn als „sehr billigen, zusammenhanglosen und peinlich schlecht gespielten Schundfilm“.
Hammer: „Das ist hasserfüllt“
In einem Artikel des US-Branchenmediums Puck News wird nun berichtet, dass Hammer die Rolle bereue. „Als er den Film das erste Mal gesehen hat, ist er in Tränen ausgebrochen“, wird eine Quelle aus Hammers Umfeld zitiert. „Er hat mich angerufen und gesagt: 'Scheiße. Das ist hasserfüllt und widerlich.'“
Zur Frage, ob Hammer des Drehbuch nicht gelesen hätte, heißt es: „Ich glaube, er wusste, dass es sicherlich Richtung rechts gehen würde, aber Uwe arbeitet sehr hektisch“, so der Insider weiter. „Es ist nicht so, dass er ihm ein hundertseitiges Drehbuch geschickt hätte. Als er das Endprodukt gesehen hat, meinte er: 'Das war nicht der Film, von dem ich gedacht habe, dass wir ihn machen' und ist völlig ausgeflippt.“
Werbung für Katzenfutter
Hammer soll verzweifelt auf der Suche nach einem Engagement gewesen sein. In einem Interview mit dem Hollywood Reporter sagte Hammer vor Veröffentlichung von „Citizen Vigilante“: „Ich hätte sogar einen verdammten Werbespot für Katzenfutter gemacht.“
Für seine Rolle in „Citizen Vigilante“ soll Hammer 250.000 US-Dollar bekommen haben. Dass er in der Fortsetzung, die bereits geplant wird, mitspielt, hält der Insider nicht für ausgeschlossen: „Es müsste eine lebensverändernde Summe sein. Jeder hat seinen Preis.“
Journalistin Kim Masters schildert in ihrem Bericht für Puck News auch ein Treffen mit Hammer Anfang 2024. Um sich in Hollywood zu rehabilitieren, sei dem Schauspieler empfohlen worden, Masters ein Interview zu geben, da sie in der Vergangenheit zu #MeToo recherchiert hatte. In den Wochen nach dem Kennenlernen habe Hammer sie immer wieder vertröstet und schließlich abgesagt. Stattdessen habe er kurz danach im Sommer 2024 dem kontroversen britischen Moderator Piers Morgan ein Interview gegeben.
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