Letzter „Tatort“ vor unheimlich laaanger Sommerpause

"Könige der Nacht": Der Schweizer „Tatort“ ist der letzte neue Fall vor September. Ein Rekord.
Tatort: Könige der Nacht

„Tatort“-Fans müssen jetzt ganz stark sein. Heute (20.15 Uhr, ORF 2) läuft der letzte neue Krimi vor der Sommerpause. Erst am 13. September kehrt die langlebigste deutschsprachige Krimireihe zurück. Der Blick trügt nicht: Mit 19 Wochen wird es die längste „Tatort“-Pause bisher. Die längste datiert laut tatort-fans.de aus dem Jahr 2024 – mit 17 Wochen.

Eine Fußball-WM ist der natürliche Feind frischer Krimiware am Sonntag. Die diesjährige WM beginnt aber erst am 11. Juni. Somit dürfte die lange Pause daran liegen, dass dieses Jahr mit 32 Filmen weniger Erstausstrahlungen geplant waren als sonst. Denn im Schnitt dauerten die Sommerpausen der letzten zehn Jahre 11 Monate. Die ARD spricht von einer „einmaligen Ausnahme aus planerischen Gründen.“

Der letzte „Tatort“ der Frühlingssaison kommt heute aus Zürich. Isabelle Grandjean (Anna Pieri Zuercher) und Tessa Ott (Carol Schuler) bergen in „Könige der Nacht“ einen brutal zugerichteten jungen Mann

aus der Limmat. Die junge äthiopischstämmige Fahrradkurierin Moya (Nambitha Ben-Mazwi), die illegal in Zürich arbeitet, wurde Zeugin des Mordes, kommt damit aber in ein existenzielles Dilemma: Jede Aussage könnte ihr Auffliegen und damit ihre Abschiebung bedeuten. Als Moya ins Visier des Täters gerät, stehen die beiden Kommissarinnen vor der Herausforderung, wie eine Zeugin geschützt werden kann, die offiziell gar nicht als Zeugin existieren darf.

Der Fall wird bizarr, was dem Schweizer Hollywood-Regisseur Claudio Fäh bei seinem SRF-„Tatort“-Debüt in die Hände spielt.

In der Sommerpause spielt der ORF ältere Fälle. Kommenden Sonntag geht es mit einem Münsteraner „Tatort“ aus 2024 los.

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