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„Young Conductors Award“: Dirigent Christian Blex schwelgte im Wohlklang

Das Preisträgerkonzert des Young Conductors Award mit dem RSO Wien brachte Musik von Strauss und Tschaikowsky zu den Salzburger Festspielen.
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von Helmut Christian Mayer

Es ist schon Tradition, dass der Gewinner des „Herbert von Karajan Young Conductors Award“ der Salzburger Festspiele zu einem Konzert mit dem ORF Radio-Symphonieorchester Wien eingeladen wird. Bei 291 Bewerbungen aus 55 Ländern wurde dieser Preis 2025 an Christian Blex verliehen.

Der 31-jährige Deutsche konnte nun seine besonderen Qualitäten in der Felsenreitschule demonstrieren. Und das gleich zu Beginn sehr konzentriert mit den ruhigen, einförmigen Orchesterskizzen „Stille und Umkehr“ von Bernd Alois Zimmermann, die nur auf einem Grundton beruhend mit kurzen Einschüben verschiedenster Instrumente erklangen.

Von allen Orchesterliedern, die Richard Strauss geschrieben hat, nehmen die „Vier letzten Lieder“ eine Sonderstellung ein. Sie künden von Todesbereitschaft, Stille und viel Zärtlichkeit.

Wunderbare Soli

Hanna-Elisabeth Müller sang sie jetzt mit fabelhafter Phrasierung und innigem Schöngesang, aber etwas zu viel Tremolo. Leider fehlte es ihr auch an Wortdeutlichkeit. Blex schwelgte auch im Wohlklang, wiewohl er manche Phrasen tempomäßig mehr ausschwingen hätte lassen können. Dabei konnte auch die Konzertmeisterin mit wunderbaren Soli glänzen.

Bei der „Manfred“-Sinfonie, einer Programmmusik von Peter Iljitsch Tschaikowski, wurde der Klangkörper unter dem energischen und fast jeden Einsatz zeigenden Dirigenten den düsteren und dramatischen Stimmungen, dem virtuosen Wechselspiel und der Rastlosigkeit des durch die Alpen herumirrenden Manfred voll gerecht. Die Staffelung des großen Orchesterapparats erfolgte mit Umsicht, auch die Gestaltung der mitunter überbordenden Dynamik verriet viel Sorgfalt. Großer Jubel!

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