Gegensätze ziehen sich an: One-Night-Stand hat Folgen in „Amore und Basta!“
Überraschendes Mutterglück: "Amore und Basta!".
Von Gabriele Flossmann
Alessandra ist Italienischlehrerin an einem römischen Gymnasium. Seit ihrem 16. Lebensjahr lebt sie allein in einer kreativ-chaotischen Wohnung. Ihre unmittelbaren Nachbarn sind zwei Drogendealer, mit denen sie sich freundschaftlich arrangiert hat. Sie engagiert sich auf der Straße für Frauenrechte und lehrt ihre Schüler, selbstständig zu denken.
Valerio ist ehemaliger Sportlehrer, Stammgast im Stadion und Arsenal-Fan. Aufgewachsen ist er mit einem chauvinistischen Stiefvater und zwei Stiefbrüdern, die „Hippie-Nazis“ verachten. Und dazu noch ist er der neue Direktor des Gymnasiums, an dem Alessandra unterrichtet. Gemeinsam haben Alessandra und Valerio, dass sie keine festen Beziehungen führen, vor allem aber keine Kinder bekommen können: Sie hat es erfolglos mit künstlicher Befruchtung versucht und ihm wurde ärztlich bestätigt, dass er kaum Spermien produzieren kann. Durch Zufall landen sie gemeinsam im Bett. Als die Frau nach dem One-Night-Stand überraschend schwanger wird, versuchen die beiden, einen Kompromiss zwischen ihren gegensätzlichen Lebensmustern zu finden.
Aus einer komischen Perspektive setzt sich der Film mit dem Wandel der Geschlechteridentitäten auseinander, insbesondere mit einer männlichen Sichtweise, die in langjährigen Privilegien verankert ist, durch das wachsende Bewusstsein der Frauen für ihre Rechte ins Wanken gerät. Ihre Diskussionen drehen sich rund um höchst aktuelle Themen. Feministische und chauvinistische Ansichten prallen aneinander. Dabei wird kein Vorurteil ausgelassen. Die hitzigen und oft auch witzigen Wortgefechte bleiben nicht ohne Plattitüden, die aber von den guten Schauspielern weitgehend kompensiert werden.
INFO: 2026. 108 Min. Von Massimiliano Bruno. Mit Edoardo Leo, Claudia Pandolfi.
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