Josefstadt-Theater: Föttingers Finale mit „Endlich Schluss“
„Da Ponte in Santa Fe“, von Claus Peymann 2002 uraufgeführt, geriet zu einer der größten Niederlagen Peter Turrinis. Doch der Stoff ließ den Dramatiker nicht los: In „Was für ein schönes Ende“ beschäftigt er sich nochmals mit dem aus Wien in den Wilden Westen geflohenen Librettisten. Als letzte Premiere seiner Direktionszeit lässt Herbert Föttinger es am 29. April im Josefstädter Theater zur Uraufführung bringen. Und er besetzte sich letztmalig in der Hauptrolle.
Quasi als Vorspiel gab es am Mittwoch ebendort Turrinis „Endlich Schluss“: Die Globart-Produktion in der Regie von Fabian Burstein basiert auf Turrinis Überarbeitung für die Josefstadt 2012 (Peymann hatte den Monolog 1997 herausgebracht). Ein Journalist, der sich selbst fremd wurde, kündigt an, bis 1.000 zu zählen. Dann werde er sich erschießen.
Ein Sprung aus dem Fenster komme nicht infrage: Er könnte überleben – und zum Invaliden werden. Dieser Satz schmerzte wie so viele in Turrinis Ausdenkungen. Denn der auch gallig-amüsante Text wurde von einem Schauspieler im Rollstuhl interpretiert: von Samuel Koch, der seit dem Unfall 2010 in „Wetten, dass..?“ gelähmt ist. Mit tiefem Ernst wie mit vor Witz funkelnden Augen zog er in seinen Bann.
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