Französischer Orden für Staatsballett-Direktorin Alessandra Ferri
Alessandra Ferri, Direktorin des Wiener Staatsballetts, ist am Donnerstag im Namen des französischen Kulturministeriums zur Offizierin im Orden für Kunst und Literatur ernannt worden. Die Ehrung fand laut einer Aussendung am Freitag in der Französischen Botschaft am Schwarzenbergplatz statt. Die Auszeichnung würdige nicht nur Ferris außergewöhnliche Karriere, sondern auch ihr Engagement für die Tanzkunst und deren Vermittlung, wie es heißt.
Der Orden der Künste und der Literatur ist die wichtigste kulturelle Auszeichnung in Frankreich und ehrt "Personen, die sich durch ihr Schaffen im künstlerischen, kulturellen oder literarischen Bereich oder durch ihren Beitrag zur Ausstrahlung der Künste und der Literatur in Frankreich und in der Welt ausgezeichnet haben". Mit Ferris Ernennung ehre die Französische Republik "eine Künstlerin, die Werke des französischen Repertoires auf die internationale Bühne gebracht hat und deren Arbeit die Geschichte des Tanzes auf internationaler Ebene tiefgreifend geprägt hat", so der französische Botschafter Matthieu Peyraud.
Die 1963 in Mailand geborene Tänzerin folgte im vergangenen Herbst als Ballettdirektorin auf Martin Schläpfer. Sie war Principal Dancer beim Royal Ballet in London und beim American Ballet Theatre in New York, ist "prima ballerina assoluta" der Mailänder Scala und leitete von 2008 bis 2014 die Tanzsparte des Spoleto Festivals. Von der "New York Times" wurde sie einmal als "eine der größten dramatischen Tänzerinnen aller Zeiten" bezeichnet.
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