Zhao Tao als Gangsterbraut, die mit einem Schuss ihr gesamtes Leben verändert: „Asche ist reines Weiß“

© Stadtkino

Kultur
04/25/2019

Filmkritik zu "Asche ist reines Weiß": Scheitern der Liebe am Wandel

Regisseur Jia Zhangke erzählt von den Modernisierungsschüben Chinas anhand einer fatalen Liebesgeschichte.

von Alexandra Seibel

Der profilierte chinesische Regisseur Jia Zhangke gehört zu den hervorragendsten Beobachtern der Umbrüche innerhalb der chinesischen Gesellschaft. Auch in seinem charismatisch-melancholischen Drama „Asche ist reines Weiß“, das eine fatale Liebesgeschichte über mehrere Jahrzehnte hinweg erzählt, kämpfen seine Protagonisten mit rapiden Veränderungen.

Die wunderbare Schauspielerin Zhao Tao spielt die junge, unerschrockene Geliebte eines provinziellen Mafia-Bosses. Als dieser von jugendlichen Banden attackiert wird, greift sie zur Pistole und schlägt die Angreifer in Flucht. Weil sie den Besitzer der Pistole aus Loyalität nicht nennt, wandert sie für fünf Jahre ins Gefängnis.

Bei ihrer Entlassung muss sie feststellen, dass die Welt nicht mehr dieselbe ist – und auch die Liebesbeziehung nicht gehalten hat.

Jia Zhangke erzählt die Modernisierung seines Landes als große Ernüchterung und lässt seine Heldin schließlich an der eigenen Liebesschäbigkeit scheitern.

INFO: CHN/F/J 2018. 136 Min. Von Jia Zhangke. Mit Zhao Tao, Liao Fan.

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