© Alexi Pelekanos

Kritik
07/03/2021

Die Sommerspiele Perchtoldsdorf begeistern mit Kleist

"Der zerbrochne Krug" ist heiter, ohne die abgründigen Aspekte auszusparen.

von Guido Tartarotti

Seit 2014 leitet Michael Sturminger die Perchtoldsdorfer Sommerspieler. Und dem Regisseur des Salzburger „Jedermann“ ist es gelungen, das Festival als erste Adresse des Theatersommers zu etablieren.

Im Vorjahr wurde eine wunderbare zarte Interpretation von „Romeo und Julia“ gegeben. Heuer ist Kleists Klassiker „Der zerbrochne Krug“ dran – und Regisseurin Veronika Glatzner gelingt es, dieses durchaus bösartige Lustspiel sehr heiter auf die Bühne zu bringen, ohne die abgründigen Aspekte auszusparen.

Gespielt wird auf einer raffiniert gebauten Bühne (Marie und Paul Sturminger): Der Gerichtssaal, in dem das Drama eines Mädchens abläuft, das zwischen den Wünschen eines geilen Richters, rigiden Moralvorstellungen und einer korrupten Obrigkeit zerrieben zu werden droht, ist auf einer Drehbühne, umgeben von Publikum, angelegt.

Gespielt wird erstklassig: Kai Maertens als Dorfrichter Adam erinnert sehr an seinen Bruder Michael, der dieselbe Rolle im Akademietheater spielte. Birgit Stöger als erotische Marthe, Hannah Rang als Eve, Phillipp Laabmayr als Ruprecht – alle sind wunderbar.

 

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Um diesen Artikel lesen zu können, würden wir Ihnen gerne die Anmeldung für unser Plus Abo zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diese anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.