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Kunstbiennale in Venedig: EU-Förderstopp und Kurs auf Besucherrekord

Die EU stoppt die Finanzierung der Biennale. Die Besucherzahlen der Kunstveranstaltung liegen unterdessen 20 Prozent über dem Vergleichszeitraum der Ausgabe 2024.
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Die EU-Kommission stellt wegen der Teilnahme Russlands die Finanzierung der Biennale von Venedig ein: Dieser angedrohte Entschluss wurde am Montag verkündet. „Kultur und Unterstützung dürfen nicht zu Instrumenten der Schönfärberei von Aggression werden“, sagte  EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas nach einem Treffen der EU-Außenminister in Brüssel. 

Der Schritt hat primär symbolische Wirkung: Es geht um eine Förderung von zwei Millionen Euro über drei Jahre. Der russische Pavillon wurde bei der Eröffnung von Künstlern und Musikern bespielt,  ist im laufenden Betrieb aber geschlossen.  

Ungeachtet der politischen Diskussionen, die die Veranstaltun begleiten, steuert die Kunstbiennale auf einen Besucherrekord zu. Gut zwei Monate nach der Eröffnung am 9. Mai lagen die Besucherzahlen rund 20 Prozent über dem Vergleichszeitraum der Ausgabe von 2024. Damit ist die 61. Internationale Kunstausstellung mit dem Titel „In Minor Keys“ in dieser Phase die bestbesuchte Biennale der jüngeren Geschichte, wie Medien berichteten.

Zu den beliebtesten Länderpavillons zählen in diesem Jahr jene von Österreich, Japan und Spanien. Vor allem an Wochenenden bilden sich dort lange Warteschlangen. Für viele Termine seien die begehrtesten Zeitfenster bereits ausgebucht. Die Ausgabe 2026 könnte damit vor allem wegen ihres Publikumserfolgs in Erinnerung bleiben.

Österreichs Vertreterin Florentina Holzinger erregte mit ihrer Performance „Seaworld Venice“ bereits bei der Eröffnung große Aufmerksamkeit. Im Zusammenhang mit dem Pavillon, in dem u. a. Akteurinnen in einem Wassertank ausharren, der mit zwei Toiletten und einer Kläranlage in Verbindung steht, führt die Truppe um die viel beachtete Choreografin seither weitere Perfomances, sogenannte „Etudes“, durch. 

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Am vergangenen Samstag ging eine solche, organisiert vom Kunsthaus Bregenz, am Bodensee unter großem Publikumsinteresse über die Bühne. Von einem Hubschrauber wurde dabei eine Glocke in den See gestürzt, die dann - wie schon zuvor in Venedig - „geborgen“ werde. Performerinnen, per Schwimmkran an einem Metallring kopfüber wie Unterwasserwesen aus dem See gehoben, boten dabei ein Luftballett, das das Auftauchen der Glocke beschwört. Holzinger selbst lässt mit ihrem in der Glocke schwingenden Körper diese erklingen.

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