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Zwischen Pasta und Pointen: Hommage an die Stärke der Frauen

Farbenprächtiger Film zwischen Humor und Drama auf zwei historischen Zeitebenen.
Eine Reihe fröhlicher Frauen sitzt an einem Tisch.

Von Gabriele Flossmann

Wie so oft bei dem türkisch-italienischen Regisseur steckt auch hinter diesem Film eine autobiografische Note. Ferzan Özpetek reist zurück in die frühen 80er-Jahre, als er noch als Regieassistent arbeitete und aus seiner Beobachtung von großen Kollegen von Film und Theater lernen wollte.

Der Film beginnt in der Gegenwart: Um den gewohnt prächtig gedeckten Tisch versammelt sich eine Gruppe von Frauen, deren Gesichter wir nach und nach wiedererkennen. Es sind Schauspielerinnen, die in früheren Filmen des Regisseurs mitgespielt haben. Gemeinsam mit ihnen will er sein nächstes Werk entwickeln. Zwischen Pasta, Leseproben und diversen Pointen, mit denen sich die Damen jeweils auf Kosten der Kolleginnen lustig machen, setzt der Film die Zuschauer ins Jahr 1974 zurück. In eine Kostümbildner-Werkstatt, in der zwei sehr unterschiedliche Schwestern das Kommando führen.

Die eine leicht despotisch, die andere zerbrechlich und empfindsam. Es geht um einen wichtigen Auftrag für einen großen Film, der im 18. Jahrhundert spielt. Die beiden Kostüm-Schwestern haben für die riesige Aufgabe nicht viel Zeit. Erschwerend wirkt sich dabei die Rivalität zweier Stars mit entsprechenden Allüren aus, die einander bei der Kostümanprobe auf keinen Fall begegnen sollten. Zu den Schwierigkeiten in der Schneiderwerkstatt kommen häusliche Probleme, die die beiden Schwestern zu bewältigen haben. Sei es ein gewalttätiger Ehemann, ein schwieriger Sohn oder chronische Geldnot. Doch diese Frauen sind – wie schon der Titel sagt – Diamanten: Innerlich bruchsicher und äußerlich glänzend. Neben der schauspielerischen Leistung der beiden Hauptdarstellerinnen sind vor allem die umwerfenden Kostüme eine optische Belohnung für alle, die gerne schöne Kleider sehen – nicht nur auf einem Laufsteg. Sie stammen von Stefano Ciammitti (bekannt durch die Netflix-Serie „The Law According to Lidia Poët“). Die Mischung von Humor und Drama, Schwesternschaft und Konkurrenz, schwere Verluste, verpasste Lieben, geheime Beziehungen sowie Gesang und Tanz zu Melodien von Patty Pravo ist drei großen Schauspielerinnen des italienischen Films gewidmet: Mariangela Melato, Virna Lisi und Monica Vitti.

INFO:  2024. 135 Min. Von Ferzan Özpetek. Mit Luisa Ranieri, Jasmine Trinca, Stefano Accorsi. 

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