Thriller "Die Ehefrau": Fünftes Rad am Ehewrack

Der Kammerspielthriller „Die Ehefrau“ ist Nachschub für Fans der „The Housemaid“-Autorin Freida McFadden.
Eine Person mit braunen, welligen Haaren und Brille trägt ein hellblaues Hemd und steht vor einem weißen Geländer im Grünen.

Anfang des Jahres war „The Housemaid“ mit Amanda Seyfried und Sydney Sweeney erfolgreich im Kino. Der Film basiert auf einem Thriller von Freida McFadden, einer der aktuell erfolgreichsten US-Krimiautorinnen (deutsch: „Wenn sie wüsste“). Von der Housemaid-Reihe gibt es – praktisch für zukünftige Verfilmungen – noch drei Teile, zuletzt „Sie wird dich finden“ (2025). Nun ist aber ein Roman von McFadden neu auf Deutsch erschienen, der im Original bereits 2020, vor der Hausmädchensaga herausgekommen ist. In „Die Ehefrau“ (Heyne) wird eine junge, mittellose Frau, Sylvia, am Weg zu einem eh nicht vielversprechenden Job direkt wegengagiert. Wie das Leben so spielt: Adam sieht sofort, dass sie perfekt als Gesellschafterin für seine verunfallte Frau Victoria ist. Diese ist schwerstbehindert, seit sie die Stiege hinuntergefallen ist.

Spannend, aber sülzig

Sylvia hat schon ein schlechtes Gefühl, als sie einzieht – noch dazu ziemlich weit vom Schuss –, aber es gäbe ja keine Thriller, wenn je jemand auf sein schlechtes Gefühl gehört hätte. Mit den überraschenden Wendungen lässt sich McFadden hier mehr Zeit als bei „The Housemaid“, die Techniken zum Spannungsaufbau beherrscht sie aber bis dahin sauber. An die sülzige Sprache in den eingeschobenen Tagebucheintragungen gewöhnt man sich auch.

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