"Die Känguru-Rebellion": Die Gleichnisse des Beuteltiers
Marc-Uwe Klings Alter Ego diskutiert wieder mit dem Känguru.
Auch hier: ein sprechendes Tier. Marc-Uwe Kling hat mit seinem Känguru das mit dem Verfilmen schon durchgespielt. Das ist auch gleich ein Gag zu Beginn des neuen Buchs der Reihe: „Die Känguru-Rebellion“. „Da bist du ja wieder“, sagt der Kleinkünstler, als das Känguru vor der Tür steht. „Ja, aber mach nicht gleich ’nen Film draus“, erwidert das Beuteltier. „Keine Sorge, viel zu anstrengend“, so der Buch-Kling.
Marc-Uwe Kling: „Die Känguru-Rebellion“ (Ullstein, 288 Seiten, 15,95 Euro)
Pyramidenspiel für Antis
Also zurück zum Bewährten: der ziemlich lustig verpackten Gesellschaftskritik im Dialog zwischen Känguru und Kleinkünstler. Wie der Titel schon sagt, wollen die beiden diesmal eine Rebellion starten. Das soll so ein bisschen wie ein Pyramidenspiel von sich gehen: Jeder, den sie für die Sache gewinnen, muss zwei weitere Rebellen anwerben. Wogegen rebelliert wird? „Die Zustände“.
Zustände zum Dagegensein
Welche das sind, wird gewohnt satirisch durchdiskutiert – diesmal auch im neuen Podcast von Kneipenbesitzerin Herta („Du denkst, du bist hart, ich bin Herta“). Diesmal spricht das Känguru gern in Gleichnissen und lässt diese Behandlung ChatGPT, Social Media, Populisten, Verbrennerliebhabern, „Faktenfeinden“ und allen deutschen Parteien angedeihen und manchmal übt es einfach nur: „Ich schärfe meine argumentativen Messer am Wetzstein der unterlegenen Intelligenz. “
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