© Volkstheater

Kritik
05/31/2021

Beweis erbracht: Das Volkstheater hat eine sehr tolle Tonanlage

30 Minuten Maschinentheater: Direktor Kay Voges setzte präzise das szenische Gedicht "der raum" von Ernst Jandl (aus 1970) um

von Thomas Trenkler

Bei seiner Interpretation von Peter Handkes „Publikumsbeschimpfung“ führte Philip Tiedemann 1998 vor Augen, wozu das Theater, in jenem Falle das Akademietheater, in technischer Hinsicht zu leisten im Stande ist. Der Mund stand einem offen.

 

Handkes Anti-Spiel entstand 1966. Vier Jahre später folgte Ernst Jandl mit dem szenischen Gedicht „der raum“, das 1973 in Villach uraufgeführt wurde. Kay Voges, der neue Direktor des Volkstheaters, entriss es dem Vergessen. Um den Beweis zu führen, dass sein Haus technisch ungemein aufgerüstet wurde. Es bietet nun jedem Dolby-Surround-Imax-Kino Paroli.

Und Voges interpretiert die 51-Mini-Szenen „für Beleuchter und Tontechniker“ äußerst präzise. Das ist bei Angaben wie „lichtstreif / hell sehr hell / langsam langsam / sich vergrößernd / form verändernd in / beinahlettern / (vier) / xxxx“ gar nicht so einfach. Mehr als ein Vorprogramm ist die 30-Minuten-Show von Paul Grilj und Michael Sturm (Licht- bzw. Sounddesign) mit sehr viel Nebel dennoch nicht.

Richtig lieb: Zum Schluss verneigen sich artig die Scheinwerfer.

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