Sehr viel Sex, aber auch viel Säure in der Serie "56 Tage"

Wenig ist, wie es scheint in "56 Tage" auf Amazon Prime Video. Die Erotik kommt nicht zu kurz in der bingefreundlichen Thrillerserie.
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 Eine vermummte Gestalt schleicht durch eine dunkle Wohnung. Sie macht Halt vor einer Badewanne, in der Reste einer in Säure aufgelösten Leiche schwimmen. Die Person löst den Feueralarm aus und verschwindet. Was wir in der Serie „56 Tage“ erst mal nicht wissen, ist, ob die Kapuzenfigur diese Leiche nun gerade gefunden hat – oder ob sie nur geschaut hat, ob sie dekomponiert genug ist, dass sie nicht identifiziert werden kann. Denn was wir auch nicht wissen, ist: Wer ist diese Leiche?

Heiße Affäre

Zwei kommen in Frage: der Mieter des Appartements, Oliver Kennedy, und seine Freundin Ciara Wyse. Die beiden haben sich – das zeigt der Rückblick – im Supermarkt kennengelernt und sogleich eine heiße Affäre begonnen. So heiß, dass jede der acht Folgen mindestens eine optisch ausgekostete Sexszene garantiert.

Alles fake

Die erste Folge legt schon mehr oder weniger subtile Spuren, so hat nicht nur Oliver zwei verschiedene Ausweise, auch Ciara spielt – wie der Cliffhanger zeigt – die Rolle einer anderen, die sie vor dem ersten Treffen einstudiert. Miträtseln ist erlaubt – wer trägt in den Rückblicken den Ohrstecker, der das Säurebad überlebt hat?

„56 Tage“ ist – trotz grausigen Funds – eine schnell verdaute Serie, schauspielerisch im Mittelfeld und insgesamt eher ein kurzer Flirt als eine lange Liebe.

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