© EPA/STRINGER

Kultur
09/26/2021

Also, wer wird jetzt der neue James Bond? Oder die?

Frauen, Bond und Bösewichter.

von Alexandra Seibel

Kurz vor der Premiere seines neuen Bond-Films „Keine Zeit zu sterben“ (Kinostart: Donnerstag) hatte Bond-Regisseur Cary Fukanaga mit kritischen Bemerkungen über die Agentengeschichte aufhorchen lassen. Bond, der klassische Frauenverführer, sei zumindest in einer Szene in einem Film mit Sean Connery „eigentlich ein Vergewaltiger gewesen“, sagte Fukunaga zu Variety: „Sie sagt ,Nein, nein, nein' und er sagt ,ja, ja, ja'. Das könnte man heute nicht mehr machen.“

Es ist sicher kein Zufall, dass für die Arbeiten am Drehbuch von „Keine Zeit zu sterben“ auf persönlichen Wunsch von Daniel Craig die Britin Phoebe Waller-Bridge verpflichtet wurde, Autorin der feministischen Serie „Fleabag“.

Die Produzenten wünschen sich starke Frauenrollen, hatte Fukanaga angekündigt – und prompt wurde bei dem Rätselraten um die Craig-Nachfolge ein Frauenname genannt: Lashana Lynch.

In „Keine Zeit zu sterben“ spielt die schwarze Britin die neue Doppel-Null-Agentin Nomi, die James Bond, der sich ja eigentlich im Ruhestand befindet, im Kampf gegen seine Widersacher unterstützt. Der neue große Bösewicht ist übrigens Rami Malek (Oscargewinner für seine Rolle als Freddie Mercury in „Bohemian Rhapsody“) – und natürlich gibt es noch Christoph Waltz als Blofeld.

Lynch wurde daraufhin als Bond-Nachfolgerin gehandelt, eine Option, die von Produzentin Barbara Broccoli allerdings ausgeschlossen wurde.

Amazon

Erstmals werden diesmal aber auch nicht-weiße Männer in Betracht gezogen – etwa Regé-Jean Page. Der 31-jährige Page ist simbabwisch-britischer Schauspieler und wurde mit der Netflix-Serie „Bridgerton“ bekannt.

Nachdem Amazon das Filmstudio MGM gekauft hat, gehört die Bond-Reihe nun dem Streamingdienst. Möglicherweise sind routinierte Serien-Zuschauer ja mehr Diversität gewöhnt als die klassische James-Bond-Fan-Basis.

Als heißer Kandidat wird auch „Superman“ Henry Cavill genannt.

Als Newcomer unter den Favoriten gilt George MacKay: Der 29-jährige Brite spielte im Kriegsfilm „1917“ von Sam Mendes.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.