Variationen vom Hai

Unter Wasser kann es ganz unterschiedlich zugehen.
Christina Böck
Meg

Manchmal bietet das Fernsehprogramm ganz hübsche Koinzidenzen. Am Samstag ist zum Beispiel auf Pro7 „Meg“ zu sehen, während gleichzeitig auf Disney „Findet Nemo“ läuft. Der Schauplatz ist derselbe: Meer. Tiefsee gar. Im einen Film ist ein putziger kleiner Clownfisch entwischt und verkumpelt sich auf seinem Unterwasser- Irrweg mit allerlei anderem Meeresgetier.

Sein extrem kontrollneurotischer Vater weiß nicht, dass es unter Fressfeinden recht amikal zugeht und glaubt, Nemo ist in Gefahr. Der hat wahrscheinlich zu oft den anderen Film gesehen: In „Meg“ treibt ein Riesenhai sein Unwesen. Also der ist wirklich sehr groß. Einmal schnabuliert er fast ein Kleinkind. Durch eine Glaswand hindurch. Panzerglas. In „Findet Nemo“ wiederum erklärt der Chef-Hai in der Anti-Aggressionsstunde seinen Kollegen: „Fische sind Freunde. Wir essen keine Freunde.“

Den Film hat der Riesenhai wohl nie gesehen.

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