Nützliches Werkzeug
Beim großen „Dok 1-Handyexperiment“, bei dem 72.000 Schülerinnen und Schüler in ganz Österreich drei Wochen lang aufs Handy verzichteten, hat die Klasse meines Sohns nicht mitgemacht. Und zwar nicht, weil die Jugendlichen dagegen gewesen wären, sondern weil zu viele Eltern protestierten: Wir müssen ja wissen, wo der Nachwuchs ist! Wie sollen wir in Kontakt treten? Was, wenn etwas passiert?
In der Geschichte menschlicher Werkzeuge gab es vermutlich noch nie eines, in dem nützliche und schädliche Funktionen so miteinander verschraubt waren wie beim Smartphone. Man stelle sich ein Schweizermesser vor, aus dem neben Zange, Feile und Schere auch eine Heroinspritze ausgeklappt werden kann. Praktisch, nicht? Wie die Zusammenfassung auf ORF 1 zeigte, wäre eine Entkoppelung auch vielen Jungen recht. Beim Auseinanderschrauben lässt man sie – und die Eltern – aber meist allein.
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