Kolumnen Wir schauen Fern
04/01/2020

Knack

Sprache in Zeiten von Corona.

von Guido Tartarotti

Wenn die Menschen zu viel  Zeit haben und ihnen mit sich selbst fad ist, kommen sie auf Ideen.

So wird in den sozialen Medien nach wie vor erbittert darüber gestritten, ob  nur DAS Virus erlaubt ist, ob man das Adjektiv „tödlich“ steigern kann (wie kann etwas noch tödlicher als tödlich sein?) und ob man Quarantäne mit K oder Qu ausspricht. Solange wir uns mit solchen Fragen befassen, geht es uns nicht wirklich schlecht, könnte man sagen.

Andererseits: Ist es nicht gerade in Krisenzeiten wichtig, auf die Sprache zu achten? „In Italien könnte bei den Infektionen heute die 100.000er-Marke geknackt werden?“, hieß es in einem ZiB-Bericht. Klingt ein wenig nach Rekordjagd. Überhaupt: Warum werden Marken immer „geknackt“? Wie entsteht das Knack-Geräusch? (Knacken kann man doch höchstens Nüsse.)

Demnächst vielleicht: die Schallmauer (die markiert übrigens eine Geschwindigkeit, keine Menge).

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