Jede Menge Eier

Eierkratzen ist mehr so etwas Meditatives.
Christina Böck

Eierkratzen hat im ORF eine lange Tradition. Viele kennen das burgenländische Osterritual aus einem aus dem Ruder gelaufenen Nachrichtenbeitrag. In dem sich die Sprecherin ob der Doppeldeutigkeit des Begriffs – und einem recht maliziös verfassten Moderationstext – vor Lachen nicht mehr einkriegt. Dieser Clip hat es übrigens sogar in die US-Late-Show von Stephen Colbert geschafft. World Fame for Eierkratzen.

Auf ein ähnliches Niveau hatte man sich beim neuen Stinatz-Krimi von Thomas Stipsits, „Eierkratz-Komplott“, eingestellt. Aber bis auf ein paar Anspielungen auf die richtige Reihenfolge – erst Blasen, dann Kratzen – blieb der Film erfrischend zotenfrei. Er blieb auch eher spannungsfrei. Aber wie Erika Deutinger als des Mordes verdächtigte Polizistenmutter ihre Unschuld damit bewies, dass sie ihre tatsächliche Mordlust auf der Zunge trägt und schon allein deswegen ja nicht die Mörderin sein kann, war schon gefinkelt lustig.

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