Groß gegen Klein

Donald Trump lieferte eine Samstagabendshow der anderen Art - nachdem die Medien zuvor ungewöhnlich lange im Dunkel tappten.
Michael Huber

Michael Huber

Das Fernsehen ist kaum noch Lagerfeuer und Quell des Gesprächsstoffes. Nur wenn Ereignisse die Welt erschüttern, versammeln sich Menschen gern vor den Geräten, die ein Fenster zur Welt versprechen.

Als am Samstag die Kunde vom nächtlichen Angriff der USA auf Venezuela in die Welt drang, war auch dieses Fenster dunkel und vernebelt: Die Streitkräfte hatten zu einer medienuntauglichen Zeit zugeschlagen, Agenturen brachten Videos aus Social-Media-Kanälen in Dauerschleife, Journalisten und Experten standen zu nachtschlafender Zeit vor Kameras und Videochats und warteten darauf, dass der US-Präsident seine Version der Geschichte erzählen würde.

Der Hauptabend bot dann die Wahl zwischen „Klein gegen Groß“ in ORF 1 und der ZiB-Sondersendung in ORF 2 („Groß gegen Klein“). Es blieb der Eindruck, dass Korrespondentennetze schon einmal dichter gewoben waren.

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