Kolumnen Wir schauen Fern
11/01/2020

Es ist trebelig und düst

Wurz-Arbeit und andere wunderschöne Sprachpannen.

von Guido Tartarotti

Der Formel-1-Kommentator des ORF, Ernst Hausleitner, hat ein großartiges Wort erfunden: Düst. „Weil ich zuerst ein  relativ düstes Bild gezeichnet habe ... düst ... sagt man das überhaupt?“ Düst ist offenbar eine Mischung aus düster und trist.  (Das erinnert an die beste Radio-Meldung aller Zeiten: „Das Wetter – es wird trebelig nüb.“)

Alexander Wurz, Hausleitners Co-Kommentator, reagierte übrigens mit dem sehr ehrlichen Satz: „Da fragst du den Falschen.“ Wurz verrichtet seit Jahren beim ORF fleißige Wurz-Arbeit, indem er die Sprache mit Neuschöpfungen anreichert: „Er ist ein ausgewaschener Fuchs.“ – „Das Züglein an der Waage.“ – „Eine schnelle Runde wird zu Buche getragen.“ – „Er zappelt wie ein Philipp.“ – „Ein Fingerhinweis.“ – „Er hat ihm eine Sekunde abgeknüpft.“

Aber Andreas Felber ist schon auch gut: „Tirol muss aufpassen, nicht noch höher unter die Räder zu kommen.“

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