Die neue Renaissance
Wenn die Gegenwart unübersichtlich wird, steckt unsereins gern den Kopf in die Vergangenheit. Wie passend, dass Arte am Samstag einen prächtigen Doku-Dreiteiler an den Start brachte: „Renaissance – Glanz und Gewalt einer Epoche“, ursprünglich von der BBC produziert, erzählt mit aufwendigen Spielszenen und prominenten Expertinnen und Experten von Michelangelo, Leonardo da Vinci und der Zeit um 1500. Neben Kunst stand da auch „endloses Blutvergießen und Gewalt“ auf der Tagesordnung, sagt ein Historiker.
In Game-of-Thrones-Anmutung dazu angetan, junges Publikum für Geschichte zu begeistern, zieht die Doku auch einige seltsame Analogien. Etwa, dass die Kunst erst aus dem kriegerischen Alltag erwuchs und im Grunde Propagandafunktion erfüllte, oder dass Florenz „das Silicon Valley der Renaissance“ gewesen sei. Für das viele „Ja, aber“, das einem dazu einfällt, bräuchte es noch mehr Sendezeit.
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