Immer mehr Tiere an Bord: So reagieren Fluglinien auf den Trend

Luftfahrt-Experte Kurt Hofmann beantwortet jede Woche Fragen rund ums Fliegen. Diesmal geht es um Tiere im Flugzeug.
Kurt Hofmann
Dog traveling on an airplane

Kann es sein, dass immer mehr Hunde und Katzen in der Flugzeugkabine befördert werden?

Antwort: Ja, dieser Trend stimmt tatsächlich. Der Kolumnist hat bei Austrian Airlines nachgefragt und interessante Fakten erhalten. Die Zahl der Haustiere, welche entweder in der Kabine oder im Frachtraum – aber immer mit ihren Besitzern – geflogen sind, nimmt zu. Im Jahr 2024 wurden über 27.500 sogenannte „Pets in Cabin“, also Tiere in der Flugzeugkabine, auf Flügen von Austrian Airlines befördert. Zusätzlich wurden mehr als 3.200 Tiere, die mit ihren Besitzern unterwegs waren, im Frachtraum transportiert – etwa große Hunde. Im Jahr 2025 wurden sogar mehr als 28.300 Tiere in der Kabine und mehr als 2.800 Tiere im Frachtraum transportiert. Miauen und Winseln in den Passagierkabinen ist somit nichts Ungewöhnliches. Eine unserer Leserinnen stellte zudem diese interessante Frage: Was ist, wenn man etwa gegen Katzen allergisch ist und sich gerade eine solche unter dem Nebensitz befindet? Austrian Airlines dazu pragmatisch: „In solchen Fällen werden individuelle Lösungen an Bord angestrebt – beispielsweise durch eine Änderung des Sitzplatzes.“ Wie an dieser Stelle schon früher berichtet, erfordert das Mitnehmen von Haustieren im Flugzeug einige Vorbereitungen. Und nicht jede Fluglinie befördert Haustiere. Zudem sollten Tiere vor der Reise vom Tierarzt untersucht werden, Impfungen sollten auf dem neuesten Stand sein. Aber Besitzer von vielfliegenden Hunden und Katzen wissen über derartige Notwendigkeiten mit Sicherheit am besten Bescheid.

Zum Autor:

Kurt Hofmann arbeitet seit dreißig Jahren als Journalist sowie seit 2000 als Luftfahrt-Experte für internationale TV-Stationen. Fragen mit Betreff „Überflieger“ an: reise@kurier.at

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