Tragödien am Königshof
Der Zusammenhalt in der norwegischen Königsfamilie ist groß, sorgte sie doch zuletzt durch diverse Umstände für Aufruhr. Da wäre zum einen der Jeffrey Epstein-Skandal, wo diverse Mails den Kontakt zwischen Epstein und Kronprinzessin Mette-Marit offenlegen. Am 15. Juni wird das Urteil über Mette-Martis Sohn Marius Borg
Høiby bekannt gegeben: Er wird für 34 Straftaten zu vier Jahren Gefängnis verurteilt. Marius hält sich für „eindeutig unschuldig“ und geht in Berufung. Das birgt ein gewisses Risiko, denn die Osloer Staatsanwaltschaft strebt eine längere Haftstrafe an.
Nur zwei Tage später gibt der norwegische Hof bekannt, dass der an Lungenfibrose erkrankten Mette-Marit eine Spenderlunge transplantiert wurde. Kronprinz Haakon fährt seine öffentlichen Verpflichtungen zurück, um bei seiner Mette-Marit zu sein, die inzwischen aus dem Krankenhaus entlassen wurde. „Es stehe jetzt eine längere Phase der Rehabilitation an“, so der Hof.
Die schärfste Kritikerin kommt aus der Familie
All das muss die 2012 verstorbene ältere Schwester von König Harald V. nicht mehr erleben. Prinzessin Ragnhild von Norwegen äußerte sich im Jahr 2004 in einer Dokumentation kritisch über die modernen Entwicklungen und über die Mitglieder der norwegischen Königsfamilie. „Ich hoffe, ich sterbe, bevor Kronprinzessin Mette-Marit Königin von Norwegen wird“, sagt sie.
Ragnhild kritisiert die Frau, die am 25. August 2001 nach einer Vergangenheit voller Partys, Drogen und Exzesse den norwegischen Kronprinzen Haakon geheiratet hat, scharf. „Mein Vater, König Olav V., hätte diese Hochzeit niemals zugelassen.“
Kronprinz Haakon feiert heute seinen 53. Geburtstag. Das große Fest wird wohl ausbleiben.
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