Royale Geschichtsstunde
Ein geschichtliches Ereignis wiederholt sich am 27. Juni zum 109. Mal in Großbritannien. 1917 änderte König George V. aufgrund der antideutschen Stimmung während des Ersten Weltkrieges den Namen seines Hauses von "Sachsen-Coburg und Gotha" in das englische Windsor.
Abgeleitet von der königlichen Residenz "Windsor Castle", das seit William the Conqueror zu den königlichen Residenzen gehört. Der Name des Königshauses ist somit relativ neu, obwohl die britische Monarchie seit Jahrhunderten existiert.
Die einen nannten es eine reine Umbenennung, die anderen sahen mit der Neugründung des Hauses Windsor eine klare Trennung von Haus Sachsen-Coburg und Gotha. "Windsor" wurde auch als Familienname für die Mitglieder des Königshauses festgelegt.
Auch anglisierte König George V. die Titel seiner in Großbritannien lebenden deutschen Verwandten. So wurde zum Beispiel Louis von Battenberg in Louis Mountbatten, 1. Marquess of Milford-Haven, umbenannt und ernannt.
Eine britische Regentin und vier britische Monarchen entstammen dem Hause Windsor: George V., Eduard VIII., George VI., Elizabeth II. und Charles III.
Die Namensfindung löste eine Diskussion aus
Die Namensfrage stellte sich am 6. Februar 1952 erneut, als Elizabeth offiziell zur Queen proklamiert wurde. Prinzgemahl Philip hatte - bevor er zum Herzog von Edinburgh ernannt worden war - den Familiennamen Mountbatten angenommen und plädierte auf den Namen "Edinburgh".
Am 9. April verfügte die Queen, ihre Kinder tragen nicht Philips Familiennamen, sondern den der Windsors. Es gibt keine gesetzliche Regelung der Haus- und Familiennamen der königlichen Familie. Jeder Regent kann das per "Letters Patent" erneut ändern.
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