Der Zaubergarten

Vor 260 Jahren hat Joseph II. den Prater für alle Wienerinnen und Wiener zugänglich gemacht. Danke!
Wolfgang Kralicek

Heute vor 260 Jahren wurde der Prater eröffnet. Am 7. April 1766 gab Joseph II. das kaiserliche Jagdgebiet für die Öffentlichkeit frei. Ab sofort durfte ihn „ohne Unterschied jedermann“ betreten. Ausgenommen waren nur „allzu abgelegene Orte und dicke Waldungen, wegen sonst etwa zu besorgenden Unfugs und Missbrauchs“, aber daran hat sich schon damals niemand gehalten.

Zeitgenossen schwärmten von einem „Paradies“ und einem „Zaubergarten“, und das kann man heute noch sagen. Sechs Quadratkilometer Wiesen und Wälder, mitten in der Stadt – es ist eigentlich ein Wunder. Viele Attraktionen sind im Lauf der Jahrhunderte dazugekommen: Weltausstellung und künstliches Venedig, Trabrennbahn und Riesenrad, Praterstadion und Stadionbad, Lusthaus und Schweizerhaus, Wurstelprater und Praterkasperl.

Der Prater ist nicht nur die grüne Lunge von Wien, sondern auch das „Leo“ – ein Ort, an den man sich jederzeit flüchten kann, wenn es nötig ist. Alles Gute zum Geburtstag, alter Prater! Du siehst immer noch aus wie das blühende Leben.

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