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Der große Tröster

Einen wie Paul Gerhardt könnten wir heute gut gebrauchen. Der Pfarrer und Dichter ist vor 350 Jahren gestorben.
Wolfgang Kralicek

Heute vor 350 Jahren ist im deutschen Städtchen Lübben Paul Gerhardt gestorben. Der Name wird vielleicht nicht allen etwas sagen, aber die meisten kennen seine Texte. Viele haben sogar schon das eine oder andere seiner Lieder gesungen.

Gerhardt war nämlich nicht nur evangelischer Pfarrer, sondern auch ein bedeutender Kirchenliedautor. Zum Beispiel hat er Befiehl du deine Wege und einige Welthits von Johann Sebastian Bach getextet, darunter O Haupt, voll Blut und Wunden. Er war, salopp gesagt, Bachs Joesi Prokopetz.

Zu seinen Lebzeiten trieben die Pest und die Söldner des Dreißigjährigen Kriegs ihr Unwesen. Umso erstaunlicher, wie viel Freude und Zuversicht dennoch aus vielen seiner Lieder spricht. Als den „großen Tröster“ bezeichnet die Zeit ihn in ihrer aktuellen Ausgabe. So einen können wir brauchen.

Der Herr Pfarrer war eben nicht nur ein frommer Mann, sondern auch ein guter Dichter. Sein Abendlied Nun ruhen alle Wälder beginnt so: Nun ruhen alle Wälder / Vieh, Menschen, Städt’ und Felder / Es schläft die ganze Welt. Gute Nacht, Paul Gerhardt!

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