Not zum outholden
Jetzt ist sie wieder, diese Saison, in der man bereits bei einem Vormittagstreffen zur Begrüßung ein ermattetes: „Ich hoffe, ich stink nicht jetzt schon“ murmelt. Es ist ja auch die Saison der Klimaanlagen-Lotterie in den öffentlichen Verkehrsmitteln, zumindest in Wien. Und die Stunde der topinformierten Menschen, die an der Farbe der Haltehenkel und ähnlichem erkennen, ob eine Bim kühl oder heiß ist. Nur: Was macht man mit dieser Information bitte? Ja, wenn der Chauffeur Daunenjacke an- und Pudelhaube aufhat, dann könnte das ein Signal dafür sein, dass man da einsteigen will. Aber wenn nicht: Weiter in der Sonne warten, bis der richtige Henkel auftaucht? Ja, sicher. Nicht.
Weil das nicht reicht, gibt es noch das U6-eigene – ohnehin der Sommer-Endgegner – Kühleinsel-Glückspiel. Da muss nicht nur der Henkel stimmen, sondern auch der Waggon, die Tür und die Sitzreihe. Wahrscheinlich auch das Karma. Kein Wunder, dass ein Fahrgast dieser Tage ein T-Shirt mit diesem Aufdruck getragen hat: „I hold that not out“. Das sollte ganz grundsätzlich zur Sommeruniform werden.
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