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Matura

Warum man Schülerinnen und Schülern, die schummeln, nicht wirklich böse sein kann.
Wolfgang Kralicek

Heute beginnt österreichweit die Matura, auch am Gymnasium Hartberg, an dem es gerade einen Schummel-Skandal gibt. Ein technisch offenbar begabter Schüler einer 8. Klasse hatte Aufgaben für mehrere Schularbeiten gehackt.

Für den jungen Mann spricht, dass er seine Informationen mit mehr als 20 Kommilitonen geteilt hat. Weil der Schwindel erst nach der Notenkonferenz aufgeflogen ist, dürfen trotzdem alle zur Matura antreten. Der Fall ist ein Beispiel dafür, dass Schüler nicht nur KI-affin, sondern auch voll KE (kriminelle Energie) sind. Richtig böse ist man ihnen trotzdem nur selten. Die meisten Erwachsenen haben nicht vergessen, dass sie in der Schule selbst nicht immer legal unterwegs waren. Den schlechtesten Eindruck in der Hartberger Affäre hinterlassen jene Eltern, die es unfair finden, dass die Schummler nicht bestraft werden. Die gehörten in der Schule wahrscheinlich zu den Strebern, die niemanden abschreiben lassen.

Aber Achtung, liebe Schülerinnen und Schüler: Nach der Matura beginnt das richtige Leben. Schummeln ist dort strafbar.

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