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Grober Unfug

Über Regenbogenfahnen, Backmaschinenmusik und Gebindeböden
Andreas Schwarz

Das Leben ist ja voll komplexer Symbole, Geräusche, Direktiven – mit denen viele, vielleicht die Mehreren, nichts anfangen können. 
    Die 92-jährige Dame rollt im Taxi an einer Schule vorbei, an der die rot-grün-gelb-blaue-usf. LGBTQ-Fahne weht, und fragt: „Was bedeutet eigentlich die bunte Fahne da? Dass alle die Matura bestanden haben?“
Aus den Tiefen der Supermarkt-Eingeweide tönt seit Minuten die quälend-laute Tonfolge der Backmaschine, die dem Personal  signalisieren soll, dass Brot und  Gebäck fertig fertigteiggebacken sind. Der Herr an der Wursttheke: „Sagts, muss das Radio den ganzen Tag so laut rennen?“
Apropos Supermarkt: Der Plastikpfandautomat schulmeistert: „Gebinde nicht erkannt“, „Gebinde nicht vollständig geleert“, „Arm nicht einführen“, „Gebindeboden voran einlegen“.  Eine Dame   stellt entnervt ihren Gebindesack ab, spricht:  „Geh, bindets Euch des alles an Huat,  den Apparat hat a Flasch’n erfunden.“
Schön, dass es auf groben Unfug ganz einfache Antworten gibt.


andreas.schwarz@kurier.at
 

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