Wählen Sie KURIER als bevorzugte Google-Quelle

Blenderfiguren

Über den Betriebsunfall der österreichischen Außenpolitik und den Unfug im Sozialen Netz
Andreas Schwarz

Im sogenannten Sozialen Netz ist bekanntlich viel Schrott unterwegs, der als Info/News/Nachricht getarnt auf die User prallt – und dann da liegt, unwidersprochen. Zum Beispiel: Seit Tagen werden fröhlich Interview-Clips mit Karin Kneissl geteilt. Der Betriebsunfall in der österreichischen Außenpolitik darf auf dem prorussischen Propagandaportal Berlin 24/7 unter dem Titel „Mein Hund hat mich davor bewahrt, in die Rhone zu springen“ etwa Folgendes sagen: „Für mich war Hitler ein typischer Österreicher. Er war ein Blender, er war ein perfekter Schauspieler. Sie haben diese Blenderfiguren in Österreich immer wieder, die dann hochgejubelt werden, denen dann gewisse Leute aus der Hand fressen.“
Mit Blenden kennt sich die ehemalige Außenministerin, die angeblich sieben Sprachen spricht und auch sonst eine, sagen wir: sehr phantasiebegabte Biographie vorweist, ja aus. Mit Hochgejubelt-Werden (H.C. Strache: „Der neue Kreisky der österreichischen Außenpolitik“) auch. Wem die Putin-Freundin aus der Hand frisst, pardon, sagt Berlin 24/7 natürlich nicht. Was wäre das Netz auch ohne Blenderfiguren ...  
andreas.schwwarz@kurier.at
 

Kommentare