French Open
Die French Open sind ein Tennisturnier wie kein anderes. Sie sind das einzige der vier Grand-Slam-Turniere, das auf Sand, pardon: terre battue, gespielt wird, und das einzige Profi-Turnier überhaupt, in dem ausschließlich Französisch gesprochen wird. Das Tiebreak heißt hier jeu décisif, der Matchball balle de match und Einstand égalité (da schwingt noch die Französische Revolution mit).
Vor allem aber sind die French Open das letzte Turnier, in dem noch echte Linienrichter im Einsatz sind. Wie Asterix und Obelix gegen die Römer wehren die Franzosen sich verbissen gegen das möglicherweise fehlerlose, aber auch seelenlose „Electronic Line Calling“. Man will sein Schiedsrichterwesen und die Arbeitsplätze schützen. Und siehe da: Es funktioniert tadellos, bei knappen Bällen prüfen die Stuhlschiedsrichter einfach den Abdruck im Sand.
Der Franzose Pierre-Hugues Herbert war trotzdem einmal unzufrieden und sagte zum Schiedsrichter: „Wenn du dich nicht entschuldigst, rede ich kein Wort mehr mit dir!“ Bei den French Open hat sogar Matschkern mehr Stil als im Rest der Tenniswelt.
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