Fußballer kauft Buch
Der norwegische Fußballstar Erling Haaland machte Schlagzeilen, weil er ein Buch gekauft hat. Man muss dazusagen: Es war nicht irgendein Buch, sondern ein Band mit nordischen Königssagen aus dem Jahr 1594. Haaland hat das Buch, wie erst jetzt bekannt wurde, im Dezember um 1,3 Millionen Kronen (rund 120.000 Euro) ersteigert.
Das ist viel Geld für ein Buch, aber immer noch deutlich weniger, als Fußballer aus seiner Gehaltsklasse für Autos oder Armbanduhren ausgeben. Die Sensation ist hier also nicht der Preis, sondern der Vorgang als solcher: Ein Fußballer kauft ein Buch.
Fußballer gelten nicht als Leseratten, in den Trainingslagern legen sie mehr Wert auf eine gute WLAN-Verbindung als auf eine gut sortierte Bibliothek. Auch Haaland hat das Buch nicht für sich gekauft. Er will es dauerhaft an seine Heimatgemeinde verleihen und so der Öffentlichkeit zugänglich machen.
„Ich war nie der große Leser“, gibt er zu. Das ist keine Schande. Erstens geht es vielen Nicht-Stürmerstars genauso. Und zweitens genügt es bei Fußballern vollkommen, wenn sie das Spiel lesen können.
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