Der Wahlhelfer

Kann man JD Vance auch für Wahlveranstaltungen unliebsamer Politiker mieten? Rent a Vance - ein Geschäftsmodell?
Gert Korentschnig

Seit Péter Magyar die Fidesz-Partei zu Pörkölt zermerschert hat, lecken die Rechtsrechten in aller Welt ihre Wunden. Einer der Väter der Niederlage wurde aber bisher zu wenig beachtet: JD Vance.

Wenige Tage vor der Entscheidung hatte er die glänzende Idee, als Wahlhelfer für Orbán nach Budapest zu fliegen – selten zuvor war das Wort Urnengang so passend, weil er damit die Politik des Trump- und Putin-Günstlings in eine ebensolche kremierte. Wer in Europa wählt jemanden, weil Vance es so will? Wahrscheinlich war es sogar ein absichtliches Foul von Trump, seinen Vize gleich nach Ungarn zu den „Friedens“-Verhandlungen mit dem Iran nach Pakistan zu schicken. Kann ja nix rauskommen.

Jedenfalls fragt man sich seither, ob man JD auch für diverse Wahlkämpfe mieten kann: Rent a Vance, ein Geschäftsmodell? Zur AfD etwa hat er sich schon mehrfach positiv geäußert. Stimmt optimistisch.

Zyniker erinnern sogar daran, dass er der letzte Besucher war, der Papst Franziskus lebend gesehen hat. Nun sagte er im Religionskrieg zu Leo XIV., dieser möge aufpassen. Klingt nach gefährlicher Drohung.

Kommentare